Schwangere auf kaltem Boden – Bericht vom 17./18.09.

Gestern Abend sind am hbf von 00:00 – 02:00 Uhr Menschen am HBF angekommen. ca. 100 Leute. Die Menschen haben am Gleis geschlafen. Die Feuerwehr hatte nur diese ganz Dünnen Stoff Decken. Es gab zu wenig Rettungsdecken. Es gab zu wenige warme Klamotten, die verteilt werden konnten. Die Leute haben am Gleis 24 auf dem Boden geschlafen. Wir haben Kartons zerrissen, damit Leute nicht direkt auf dem kalten Boden sitzen müssen.Eine Schwangere Frau hat auf dem Boden geschlafen, wir haben so viele Decken wie möglich gesammelt um sie warm und weich zu betten. Und alles was man entbehren konnte für die Frau zusammen gesammelt. Die Menschen wollten entweder in FFM Bleiben und in eine Unterkunft oder mit dem nächsten Zügen die gegen 05:00 Uhr morgens fahren weiter fahren. Alle Menschen am HBF haben gefroren, weil es so kalt war, die Kinder haben gefroren. Sie haben unter den Rettungsdecken gezittert. Zeitweise gab es irgendwie zu wenig Wasser das verteilt werden konnte…die Feuerwehr hat dann aber noch Wasser organisiert.

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Bericht vom 15.09.15, Hauptbahnhof Frankfurt

15.09.-1

Am Nachmittag des 15.09. wurde nach Anfrage eines Stadtverordneten der Linkspartei bei der Bundespolizei bekannt, dass in der Nacht ein Sonderzug mit mehreren hundert Flüchtlingen in Frankfurt ankommen wird.

Um 0:00 befanden sich auf Gleis 24 ca. 250 Menschen, darunter viele Kleinkinder. Sie waren nicht mit Decken oder Feldbetten versorgt. Die Einsatzleitung, Herr Bosenbecker wurde gefragt, ob Busse kommen, um die Menschen in die Unterkünfte zu bringen. Die Antwort war: „Warum?“ – Weil viele Menschen bereits warten. Antwort: „Ich guck mal.“ Daraufhin ging er in die Bahnhofshalle und machte ein Foto von der Menge und telefonierte.

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Forderungen und weitere Vorhaben

Auf der Versammlung der Flüchtlingshelfer am Mittwoch, 16.09.15, an der rund 200 Menschen teilgenommen haben, wurden auf Grund der Erfahrungen der letzten Wochen  Forderungen mit großer Mehrheit verabschiedet (siehe unten).
Außerdem wurde beschlossen, weiter aktiv bei der Ankunft den Geflüchteten zu helfen und am Hauptbahnhof präsent zu sein, dafür soll ein Schichtplan erstellt werden.
Innerhalb der nächsten zwei Wochen wollen wir eine Versammlung von Geflüchteten und Helfern organisieren. Dazu wollen wir einen ganzen Tag nutzen, um den Forderungen der Geflüchteten Gehör zu verschaffen und gemeinsam zu kochen und uns kennenzulernen.

FORDERUNGEN

Aufgrund der Erfahrungen der letzten Wochen und der Lage der Geflüchteten fordern wir:

1. Die Forderungen der Geflüchteten aufgreifen und gemeinsam durchsetzen.
Dazu wollen wir Geflüchtete einladen und eine gemeinsame Versammlung der Geflüchteten und der Helfer organisieren.

2. Ministerien und Katastrophenschutz müssen im Sinne der Geflüchteten endlich handeln.
Die Verantwortung für Versorgung und Begleitung darf nicht einfach auf freiwillige Helfer abgewälzt werden. Es muss mehr Geld, mehr Personal und mehr Material zur Verfügung gestellt werden.

3. Sofortige menschenwürdige Unterbringung und Versorgung.
Turnhallen und Zelte sind keine menschenwürdige Unterbringung. Leerstehende Büro- und Wohnflächen müssen genutzt werden, um Geflüchteten Wohnraum zu geben. Medizinische Versorgung von Kranken und Behinderten muss endlich gewährt werden. In Notunterkünften muss es separate Frauenräume geben und die Privatsphäre stillender Mütter muss gewährleistet werden. Familien müssen unverzüglich zusammengeführt werden und dürfen nicht mehr getrennt werden.

4. Bewegungsfreiheit: Weiterreise ermöglichen, keine Zwangsregistrierung.
Die Weiterreise in andere Länder oder in Städte, wo Verwandte leben muss ermöglicht werden. Dazu muss Geflüchteten die kostenlose Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln gewährt werden. Die Grenzkontrollen müssen eingestellt werden.

5. Transparente Aufklärung der Geflüchteten über ihre Lage und ihre Rechte.
Die Behörden müssen ihrer Aufklärungspflicht nachkommen. Jeder Geflüchtete muss mit einem Dolmetscher sprechen können. Die Aufklärung sollte durch Organisationen begleitet werden, die auf der Seite der Flüchtlinge stehen, wie zum Beispiel Pro Asyl.

6. Beobachtung und Kontrolle der staatlichen Stellen.
Bei Unterbringung, Registrierung und Versorgung muss eine unabhängige Beobachtung stattfinden, um Rechtsverstöße zu dokumentieren. Zusammenarbeit mit den Behörden erfolgt entsprechend der Interessen der Geflüchteten.
Wir richten diese Forderungen an alle zuständigen Regierungen (Bundes-, Landes- und Stadtebene) sowie die Einrichtungen des Katastrophenschutzes (DRK, Feuerwehr).

Hier als pdf.

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Lage am HBF

UPDATE Mittwoch, 16.09., 12:56
Die Situation ändert sich häufig.
Weitere Infos folgen.

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Zur Lage am Hauptbahnhof – Dienstag, 15.09.15
UPDATE 17:00: ALLE Flüchtlinge werden gestoppt und registriert, auch die die nicht in Deutschland bleiben wollen!
Die Polizei fragt, ob man weiter will, nimmt aber dennoch die Registrierung vor. Wenn dann kein Asylantrag gestellt wird, weil die Betroffenen davon ausgehen, dass sie weiter können, machen sie sich strafbar und können ausgewiesen werden. Da viele Flüchtlinge denken, sie könnten weiter fahren wie in den letzten Tagen, müssen sie dringend aufgeklärt werden!
Die Flüchtlinge werden in Frankfurt am HBF in Gewahrsam genommen, zur polizeilichen Registrierung gebracht und dann auf die Unterkünfte verteilt.

Zur Lage
Flüchtlinge werden an den Bahnsteigen gestoppt. Sie werden zum Gleis 24 gebracht, dort werden sie in Gewahrsam genommen und zur polizeilichen Registrierung gefahren. Danach werden sie in die Unterkünfte verteilt. Weiterreise auch mit gültigem Bahnticket nicht möglich. 

Kurzbericht:
Gegen 13:40 kam auf Gleis 3 ein Zug aus Zürich mit ca. 70 Flüchtlingen an. Polizisten sperrten einen Teil des Bahnsteigs ab und trennten die Flüchtlinge von anderen Passagieren. Alle anderen mussten hinter das Absperrband, auch Familienangehörige, die Flüchtlinge abholen wollten. Flüchtlingen wurde verwehrt weiter zu reisen, auch wenn sie Bahntickets hatten.

In der Nähe des Ausgangs Nord warten die Busse für den Transport zur polizeilichen Registrierung. 

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Einfach den freiwilligen Helfern überlassen

Photo0116In der Nacht vom 13. auf den 14. September kamen 900 Flüchtlinge am Hauptbahnhof Frankfurt an.
Viele von ihnen mussten am Hauptbahnhof bleiben und waren sehr schlecht versorgt. Kleine Kinder und Familien mussten auf dem kalten Boden ausharren. Der Katastrophenschutz war mit zehn bis zwanzig Einsatzkräften vor Ort, ein Krankenwagen, keine Notärzte, keine Decken, keine Feldbetten, kein warmes Essen. Viele Kranke wurden nicht behandelt.
Die gesamte Organisation vor Ort wurde freiwilligen Helfern überlassen, die völlig überfordert und zum Teil verzweifelt waren angesichts der katastrophalen Lage der Flüchtlinge. Die Verantwortung für diese schlimme Situation liegt bei den Behörden und bei den politisch Verantwortlichen.
Hier folgt der Bericht und Fotos:

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Hilfe für Flüchtlinge – UPDATE

UPDATE, Montag 14 September: Wir sind im Moment nicht am Gleis 24.
Der Grund dafür ist, dass zur Zeit keine Einigkeit mit den anderen Strukturen über die Frage der Zusammenarbeit mit den Behörden vorherrscht. Die auf der HelferInnen-Vollversammlung verabschiedeten Regeln werden nicht von allen akzeptiert. Die Wünsche der Flüchtlinge scheinen nicht im Vordergrund zu stehen. Wir wollen nicht bei der Registrierung von Geflüchteten der verlängerte Arm der Behörden sein, sondern nur im Interesse der Geflüchteten handeln. Des Weiteren gibt es klare Kritik an der mangelnden Versorgung der Flüchtenden. Wir wollen nicht die Verantwortung für die Unterversorgung, die zurzeit vorherrscht, übernehmen. Vielmehr üben wir klare Kritik daran, dass weder Stadt, noch Innenministerium das Nötige an Versorgung sicherstellen, wie wir es gestern Nacht und auch zurzeit in den Unterkünften erleben.
Wer gerne auf Grundlage der Grundsätze (siehe unten) Flüchtlingen helfen möchte, wende sich bitte an info@welcome-frankfurt.de und Infos auf welcome-frankfurt.de
Wer gerne auf Grundlage der Grundsätze (siehe unten) Flüchtlingen helfen möchte, wende sich bitte an info@welcome-frankfurt.de Die nächste Versammlung findet statt am Mittwoch, 16.09. um 19:30 im DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69.
Auf der Versammlung sollen von den Aktivitäten der letzten Woche berichtet werden, die aktuelle Lage in Deutschland und Europa dargelegt werden. Es wird um die nächsten Schritte gehen, sowie um die Vernetzung und Fortsetzung der Arbeit der AGs. Bei der Versammlung am letzten Mittwoch wurden folgende Grundsätze verabschiedet:
1. Wir machen das, was die Flüchtlinge wollen
2. Wir arbeiten nur in diesem Sinne mit den Behörden zusammen
3. Wir übernehmen keine hoheitlichen Aufgaben.
4. Wir grenzen niemanden von der Hilfe aus.

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Welcome Frankfurt

Am Samstag, 5.9. gab es eine große Willkommens-Aktion für Flüchtlinge am Frankfurter Hauptbahnhof. Es war ein toller Ausdruck der Menschlichkeit und der Solidarität.
Um die Hilfe für Flüchtlinge dauerhaft gewährleisten zu können und mehr Menschen einzubinden, gab es eine Flüchtlingshelfer-Versammlung an der über 300 Menschen teilnahmen. Es wurden Arbeitsgruppen und ein Koordinationsrat gebildet, um die Arbeit zu strukturieren.

Für die Arbeit wurden auf der Versammlung folgende Grundregeln angenommen:
Regel 1: Wir machen, was die Flüchtlinge wollen
Regel 2: Wir arbeiten nur in diesem Sinne mit Behörden zusammen
Regel 3: Wir übernehmen keine hoheitlichen Aufgaben
Regel 4: Wir grenzen niemanden aus, der Hilfe braucht

Die Arbeit soll mit bereits existierenden Initiativen und Organisationen vernetzt werden, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu stärken.

Die Arbeitsgruppen sind im Menü zu finden. Wer sich einbringen möchte, kann sich gerne per Email melden.
Es werden Pläne gemacht, damit die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden kann.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Flüchtlingen zu helfen:
– Bei der Ankunft am Bahnhof
– Beim Zurechtkommen im Alltag
– Bei Problemen der Unterkunft
– Bei Sprache, Aufenthalt, Arbeitssuche, etc.
–  …

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درابتدا حرکت „خوش آمدید به فرانکفورت“ یک تجمعی بود از افراد کمک کننده که در هفته های اخیر دور هم جمع شده بودند و با هم دیگر تصمیم گرفتند بر اساس نکات زیر کار کنند:

  1. ما فقط در راه منافع پناهنده گان کار میکنیم.
  2. فقط با توجه به نکته بالا با مسئولان اداری همکاری میکنیم.
  3. ما هیچ وظیفه دولتی به عهده نمیگیریم.
  4. ما هیچ کس را از کمک مستثنی نمیسازیم.

در دو جلسه قبل ما تصمیم گرفتیم که باید از خود پناه جویان دعوت کرد تا به تجمع „خوش آمدید به فرانکفورت“ بپیوندند. ما از این نظر میخواهیم با پناه جویان کار کنیم که بتوانیم تقاضاهای مشترکی را بیان کنیم و همگی با هم دیگر یک صدا باشیم.

این تجمع, تجمع افراد است, نه تجمع سازمان ها. ما از طرف دیگر ولی خوشحال میشویم اگر سازمان ها (مانند صنفهای کارگری و غیره) از این تجمع حمایت کنند و اعضای آنها در تجمع فعالانه شرکت کنند.

گروه های کاری و شورای هماهنگی تشکیل شده اند تا بتوانند کار را سازماندهی کنند. میخواهیم با گروهها و سازمانهای دیگر فعال در این زمینه ارتباط برقرار کنیم تا بتوانیم از هم دیگر پشتیبانی کرده و نیروی همدیگر را افزایش بدهیم.

سوالات سازماندهی:

در حال حاضر سوالی که برای ما مطرح است این است که ما چگونه می توانیم این تجمع را طوری سازماندهی کنیم که موثرتر باشد و بر اساس اصول دموکراسی پیش رود. ما از شما دعوت میکنیم در این زمینه با ما همکاری کنید. ما میخواهیم به سوالات زیر پاسخ دهیم:

  1. آیا لازم است که از خوابگاه های پناهنده گان نمایندگانی فرستاده شود تا در جلسات شرکت کنند؟
  2. کار افراد پشتیبان یا کمک کننده چه باید باشد؟ اطلاع رسانی, ترجمه, نوشتن تقاضاها, تماس با ادارات, …

آیا شما سوالات بیشتری دارید یا نظر و تجربیاتی که میخواهید ما را در باره آنها در جریان بگذارید؟

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هو اجتماع للنشطاء و المتطوعين في فرانكفورت تحت اسم (اهلا بكم في فرانكفورت) قد اجتمعنا للاهداف التالية :

1- العمل لصالح اللاجئين .

2- العمل مع الدوائر الرسمية (مصلحة اللاجئين) من هذا المنطلق .

3- نحن نعمل فقط في مصلحة اللاجئين

4- لا نستثني احد من المساعدة

في اجتماعنا قررنا ما يلي :

دعوة اللاجئين لحركة (اهلا بكم في فرانكفورت) ونتمنى التواصل مع اللاجئين لتحقيق المتطلبات و التعبير عن القضية بصوت واحد . 

الاجتماع شكل من مجموعة من النشطاء وبعض المنظمات المهتمة ويسعدنا وجود الاتحادات و النقابات التي تستطيع ان تدعم العمل من خلال اعضائها الذين قد يكونون فاعلين في المجموعة .

الاسئلة التنطيمية : 

نحن حاليا بصدد التفكير بكيفية التنظيم حتى نستطيع العمل بشكل ديمقراطي وفعال , نحن ندعوكم لمساعدتنا و الاجابه على الاسئلة التالية :

-من الممكن ارسال ممثلين عن اماكن اقامة اللاجئين للمشاركة في الاجتماعات .

-ما هي المهام المطلوبة من المساعدين ؟ تحضير معلومات , ترجمة , كتابة طلبات , تواصل مع الدوائر .

-هل عندك مزيد من الاستفسارات ؟ هل لديك الخبرات ؟

تواصل معنا لايصالها .

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