Bericht von den Besuchen bei den Unterkünften in Kalbach und Fechenheim, gestern und heute

Aktivisten von Welcome mit selbst organisierten Geflüchteten aus Afghanistan waren gestern und heute vor den Unterkünften in Kalbach und Fechenheim, um mit den dort untergebrachten Geflüchteten Kontakt aufzunehmen und sie darüber zu informieren, wie es zurzeit mit den Asylrechtsänderungen und den Entscheidungen der Bundesregierung aussieht.

Die Resonanz seitens der Geflüchteten war sehr positiv. Leider fehlen uns noch mehr Arabisch-Übersetzer, um noch mehr mit den Geflüchteten aus arabisch-sprachigen Ländern in Kontakt zu kommen. Manche können Englisch und so können wir uns auch dann mit der Übersetzung ins Arabische helfen lassen.

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass die Träger der Unterkünfte, sei es die Diakonie oder  AWO sich noch schwertun mit der Offenheit uns gegenüber. Auch wenn wir lediglich Materialien verteilen, die von ihnen selbst getragen werden (siehe die Beratungsmaterialien auf asyl.net), sehen sie es nicht gerne, wenn wir in Kontakt mit den Geflüchteten sind. Warum eigentlich? Auch wenn ein Verantwortlicher der Diakonie nicht verstehen kann, was auf einem Informationsblatt steht (das wir immer auch auf Englisch dabei haben), heißt es nicht, dass die Geflüchteten es nicht verstehen. Ob er oder sie das gut findet, was darin steht, ist eine andere Frage und sollte nicht zur Entscheidungsgrundlage werden, bei der Frage ob die Geflüchteten Zugang zu diesen Informationen bekommen oder nicht. Schließlich leben wir ja in einem Land, in dem das Recht auf freie Meinungsbildung noch nicht eingeschränkt ist und auch für Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus gelten sollte. Oder? Wir jedenfalls fänden es gut, wenn die Träger uns gegenüber kooperativer und aufgeschlossener wären.

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