Starke Kundgebung und Demo gegen Abschiebungen

Rund 100 Geflüchtete aus den Unterkünften in Frankfurt/Main und Unterstützter haben sich am Freitag Abend an der Konstablerwache versammelt, um gegen Abschiebungen nach Afghanistan und in andere Länder zu protestieren.
Die Menschen aus Afghanistan sind wütend und besorgt. Einige berichteten welcome-frankfurt, dass sie nachts in Klamotten schlafen, weil sie Angst vor der Abschiebung haben und dann nicht zu wenig Kleidung anhaben wollen.  „Wer in Afghanistan morgens aus dem Haus geht, weiß nicht ob er abends lebend wieder nach Hause kommt. Wir haben keinen Frieden! Wir können nicht in Afghanistan leben!“ Ein junger Mann sagte: „Welcher vernünftige Mensch kann ernsthaft behaupten, Afghanistan sei ein sicheres Land?“ Er kritisierte ebenso wie viele andere die Bundesregierung, das von Krieg und Armut gezeichnete Land als sicher zu bezeichnen. „Wir sind unter Lebensgefahr bierhergekommen, wir haben alles in Afghanistan aufgegeben und hier Schutz gesucht und nun will man uns wieder in Tod und Krieg abschieben?“ fragten die Flüchtlinge. „Wenn wir jetzt ins Nichts zurückgeschickt werden, bleibt uns nichts anders übrig als zu den Taliban zu gehen, die mit einem monatlichen Sold von 500,- Euro werben.“ Auch die afghanische Regierung kam nicht gut weg: „Die Regierung in Kabul kann sich nicht mal selbst schützen und soll die Sicherheit eines ganzen Landes gewährleisten? Jeder weiß, dass alles Geld in ihre Taschen fließt und das Volk immer ärmer wird.“ 
Mit einer lautstarken Demonstration zogen die Geflüchteten über die Zeil zum Römerberg. Dort wurde über die neuen Gesetze informiert und weitere Aktionen verabredet.
Die Aktion war ein erfolgreicher Auftakt für die Organisierung und weiteren Protest gegen die Abschiebung und die neuen Abschiebe-Beschleunigungs-Gesetze.
Weitere Infos in den nächsten Tagen auf www.welcome-frankfurt.de

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